Interventionen (eines Programms)

Aus Eval-Wiki: Glossar der Evaluation
Wechseln zu: Navigation, Suche

Zielorientierte Aktivitäten der in einem Programm Tätigen, welche direkt auf die Auslösung von Resultaten, insbesondere Outcomes gerichtet sind. In detailliert erarbeiteten logischen Modellen (bspw. dem Programmbaum) ist ausgewiesen, zur Erreichung welcher Resultate welche spezifischen Interventionen eingesetzt werden. Die Programmtheorie enthält darüber hinaus theoretisch begründete oder empirisch belegte Erklärungen dazu, weshalb von spezifischen Interventionen erwartet wird, dass sie bestimmte Resultate auslösen. Im Monitoring soll zwischen Kennzahlen zu Interventionen und solchen zu anderen Aktivitäten unterschieden werden. Beispiele für Interventionen in einem pädagogischen Programm sind z. B. ein informierender Unterrichtseinstieg, Vorträge von Lehrenden, Stellen von Aufgaben an Lernende, Feedback an Lernende. (Synonym: Treatment; nicht zu verwechseln mit: Methoden (der Evaluation)).

Englischer Begriff

programme interventions

Französischer Begriff

interventions (d’un programme)

Quellen

  • Chen, Huey-Tseh/Rossi, Peter H. (Hg.) (1992): Using theory to improve program and policy evaluation. Westport: Greenwood.
  • Landmann, Melke/Schmidt, Michaela/Schmitz, Bernhard (2010): "Bildungspsychologische Intervention". In: Spiel, Christiane/Schober, Barbara/Wagner, Petra/Reimann, Ralph (Hg.): Bildungspsychologie. Göttingen: Hogrefe, S. 301-318.
  • Hübner, Renate (2012): "Interventionsbegriffe im Vergleich". In: Krainer, Larissa/Lerchster , Ruth E. (Hg.): Interventionsforschung Band 1: Paradigmen, Methoden, Reflexionen. Wiesbaden: VS-Verlag, S. 155-174.

Stand

11.05.2016