Bedarfe

Aus Eval-Wiki: Glossar der Evaluation
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als problematisch bewertete Abweichungen (Diskrepanzen) zwischen einem gegebenen Zustand (z. B. die Incomes einer Zielgruppe) und einem als anstrebenswert bezeichneten Zustand (z. B. die Outcomes einer Zielgruppe). Im Rahmen von evaluativen Bedarfsanalysen werden sowohl Ist als auch Soll operationalisiert. Der Ist-Zustand wird empirisch gemessen, womit die Grösse der Abweichung gegenüber dem Soll (die durch Programme gemindert werden soll) bestimmt wird. Die Festlegung des Soll-Zustandes kann auch als Zielklärung aufgefasst werden, die immer auch Bewertungen erfordert. Bedarfe können auch als Indikatoren für nicht befriedigendes Funktionieren (Davidson) z. B. von Programmen oder Organisationen aufgefasst werden, die Abhilfe erforderlich machen. Bedarfe müssen den Beteiligten und Betroffenen nicht bewusst sein, und es ist auch nicht erforderlich, dass diese sie als Bedürfnis empfinden.

Englischer Begriff

needs

Französischer Begriff

demandes

Quellen

  • Altschuld, James W. (2010): The needs assessment kit: an overview. Thousand Oaks: Sage, S. 3-20.
  • Davidson, Jane E. (2005): Evaluation methodology basics. The nuts and bolts of sound evaluation. Thousand Oaks: Sage, S. 33-36.
  • Beck, Iris (2002): Bedürfnisse, Bedarf, Hilfebedarf- und planung: Aspekte der Differenzierung und fachlichen Begründung. In: Greving, Heinrich (Hg.): Hilfeplanung und Controlling in der Heilpädagogik. Freiburg im Breisgau: Lambertus, S. 32-61.

Stand

31.10.2012