Kontext II (einer Evaluation)

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Gesamtheit der umgebenden Systemumwelt einer Evaluation. Je nach Situierung der Evaluation kann der Kontext II auf lokaler, nationaler und/oder internationaler Ebene liegen, und geographische, rechtliche, soziale, demographische, politische, kulturelle oder andere Aspekte betreffen, die sich in der Regel langfristig und weitgehend unabhängig von der Evaluation selbst ändern. Beispiele sind Konjunkturverlauf, Fiskalpolitik der öffentlichen Hand, Wertewandel, Kommunikationstechnologien (z. B. Entwicklung webbasierter Bewertungsportale); außerdem parallel laufende konkurrierende oder vorliegende Evaluationen. Der Kontext II ist bereits bei der Entwicklung des Evaluationsplans einzubeziehen. Sobald eine Evaluation beginnt, wird diese zum Bestandteil des (allerdings wenig stabilen und nicht ganz unabhängigen) Kontext I des evaluierten Programms. Die Nutzung der Evaluation und der Evaluationsergebnisse hängt stark von diesen Umgebungsbedingungen ab.

Englischer Begriff

context II (of an evaluation)

Französischer Begriff

contexte II (d’une évaluation)

Quellen

  • Patton, Michael Quinn (2012): Essentials of Utilization-Focused Evaluation. Thousand Oaks: Sage, S. 18-19.
  • Sanders, James R./JCSEE – Joint Committee on Standards for Educational Evaluation (2006): Handbuch der Evaluationsstandards. Die Standards des Joint Committee on Standards for Educational Evaluation. 3., erweiterte und aktualisierte Auflage. Wiesbaden: VS Verlag, S. 307-308.
  • Vo, Anne T./Christie, Christina A. (2015): "Advancing Research on Evaluation Through the Study of Context". In: New Directions for Evaluation, Jg. 2015, 148, S. 43-55.


Stand

12.04.2016