Logisches Modell

Aus Eval-Wiki: Glossar der Evaluation
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Textbasierte (z. B. Tabelle) oder visuelle (z. B. Flussdiagramm) Veranschaulichung der (Ablauf-)Logik eines Programms. Die Tabellenspalten oder die Segmente des Flussdiagramms sind meist entsprechend der generischen Elemente von Programmen gegliedert (Inputs/Ressourcen, Aktivitäten, Outputs, Outcomes, Impacts). Teilweise werden auch die angenommenen Verbindungen zwischen diesen Programmelementen z. B. mittels Pfeilen verdeutlicht. Anders als bei einer visuellen Darstellung einer Programmtheorie - die man auch als ein weiter entwickeltes Logisches Modell bezeichnen könnte - ist die Explikation von kausalen Verbindungen zwischen den Elementen nicht erforderlich. Das logische Modell dient Programmzuständigen sowie Evaluierenden als Strukturierungshilfe und Kommunikationsgrundlage über das Programm, zur Erstellung eines Plans zum Monitoring sowie zur Fokussierung einer Evaluation. Verbreitung fand das logische Modell in den USA durch die W. K. Kellogg Foundation. Auf ein logisches Modell abgestützte Evaluationen bearbeiten oft Fragestellungen nach der Zielerreichung (siehe auch Programmbaum). Obwohl die (vereinfachende) grafischen Darstellung dies nahelegt, sind die in Logischen Modellen abgebildeten Programme selten linear, sondern komplex und schleifenartig verknüpft (Kaskadenprogramm, eingebettetes Programm).

Englischer Begriff

logic model

Französischer Begriff

cadre logique

Quellen

  • Frechtling, Joy L. (2007): Logic modelling methods in program evaluation. San Francisco: Jossey-Bass.
  • Wyatt Knowlton, Lisa/Phillips, Cynthia C. (2009): The logic model guidebook: better strategies for great results. Los Angeles: Sage.
  • WKKF – W.K. Kellogg Foundation (2001): Logic model development guide. Using logic models to bring together planning, evaluation, and action. Michigan: WKKF.

Stand

30.06.2012